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Aktuelles


Vor einem Jahr starteten der VERN e. V. und die HU-Berlin das Modell- und Demonstrationsvorhaben „Onfarm Erhaltung alter Gemüsesorten durch den Aufbau eines Netzwerkes“, das vom BMELV[1] bis 2016 gefördert wird. Das Ziel dieses Vorhabens ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks von Gärtnerinnen und Gärtnern, die alte Gemüsesorten im Betrieb nutzen und/oder dafür das Saatgut vermehren. 

2013 wurden mit Hilfe einer Ausschreibung 15 Betriebe gewonnen. Sechs Betriebe prüften von ausgesuchten Sorten die Anbau- und Vermarktungseignung und neun Betriebe vermehrten Saatgut. Für ein Honorar dokumentierten sie ihre Arbeiten. Diese Dokumentationen werden genutzt, um die Ergebnisse der Arbeit am Ende des Jahres gemeinsam auszuwerten und Verbesserungen zu finden. Das im Projekt erzeugte Saatgut dient dem Eigenbedarf, kann unter den  Netzwerkpartnern getauscht oder dem Onfarm Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.

Das Bundessortenamt ist Partner im Modell- und Demonstrationsvorhaben und baut rund 200 Herkünfte alter Gemüsesorten aus der Genbank an, um aktuelle Sortenbeschreibungen zu erstellen und sie damit für eine potentielle Nutzung zu erschließen. 2013 wurden insgesamt 70 Sorten von Dicke Bohnen, Buschbohnen, Schalerbsen und Rote Bete beschrieben. Von den einjährigen Arten werden wir 2014 eine Reihe Sorten auf Anbau- und Vermarktungseignung im Netzwerk prüfen. 2014 wird das Bundessortenamt weitere Sorten aus einem erweiterten Artenspektrum sichten und beschreiben.

Betriebe, die sich verbindlich im Netzwerk engagieren, können kostenlos an Workshops teilnehmen und sich die Reisekosten zu Netzwerktreffen, zu Feldtagen beim Bundessortenamt und zu gegenseitigen Feldbesuchen erstatten lassen.  

Wir suchen neue Mitglieder für das Onfarm Netzwerk, die mit uns zusammen arbeiten möchten und gemeinsam ein starkes Netzwerk aufbauen wollen. Insbesondere suchen wir noch Betriebe, Initiativen oder Personen, die alte Sorten vermarkten oder im Rahmen einer Solidarischen Landwirtschaft (CSA) nutzen oder die sich sowohl bei Anbau und Vermarktung als auch in der Saatgutarbeit engagieren.

Die gesamte Ausschreibung finden Sie hier.

[1] Das Modell- und Demonstrationsvorhaben wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen 2810BM001.

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