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Erhalten durch Aufessen – Agrobiodiversität als Wirtschaftsfaktor


…wird im Rahmen der Bundesaktion „Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ als vorbildliches Projekt ausgezeichnet.

Im Jahr 2005 hat die Bundesregierung zum ersten Mal die Aktion „Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ (BIN), ein Wettbewerb zur Förderung von lokaler Nachhaltigkeit, ausgelobt. Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin betreute das Auswahlverfahren inhaltlich (www.difu.de). Insgesamt sind 20 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet für förderwürdig befunden worden, darunter auch das Vorhaben „Erhalten durch Aufessen – Agrobiodiversität als Wirtschaftsfaktor“ des VERN. Ziel des durch BIN für ein Jahr geförderten Projekts ist der Erhalt von Kulturpflanzenvielfalt durch Eingliederung historischer Sorten in den Wirtschaftskreislauf. Die Voraussetzungen für die Umsetzung sind sehr gut:

1. Der VERN verfügt durch seine bald 10-jährige Erhaltungsarbeit über eine große Anzahl von qualitativ hochwertigen historischen Kultursorten (Getreide, Tomaten, Kartoffeln, anderem Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen).

2. Veranstaltungen des VERN in Greiffenberg und Aktionen in Berlin treffen bei Verbrauchern, Verarbeitern und Verwertern auf sehr großes Interesse. Dies belegen Informations- und Marktstände in Berlin, das Interesse der gehobenen Berliner Gastronomie an alten Sorten sowie u. a. ein im August 2005 mit Bäckern in Pinnow (Uckermark) stattgefundener Bäckerworkshop (s. „Anbau und Vermarktung von alten Sorten“ und „Bericht zum Bäckerworkshop“).

Das Projekt soll folgendermaßen umgesetzt werden: Bei den städtischen Konsumenten soll das Bewusstsein für regionale Herkunft und Geschichte von Nahrungsmitteln gestärkt werden. Die Landwirte sollen hinsichtlich der Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Das verarbeitende Gewerbe (z. B. Gartenbau, Bäcker und Gastronomie) soll auf die Qualität alter Sorten aufmerksam gemacht werden. Hierfür soll das bestehende Netzwerk von Landwirten, Verwertern und Verbrauchern verdichtet werden. Dies erfolgt zum einen über verbesserte Informationsangebote (Newsletter, Sortendatenbanken) und zum anderen über spezifische Beratungs- und Qualifizierungsangebote.

Zu den Ergebnissen des Projektes


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