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Champagnerroggen - eine Erfolgsgeschichte


MSL-Projekt März 2018 bis Februar 2019
(Management Entwicklungsprozesse zur markt- und standortangepassten Landwirtschaft)

In Brandenburg wird seit 2000 der Anbau von bedrohten und regional angepassten Nutzpflanzen gefördert. Hier tritt das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP FP860) in Kraft und es wird eine flächenbezogene Förderung an den Landwirt ausgezahlt. (http://www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.374948.de).
Der Schwerpunkt liegt hier in der „Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen alter, regionaltypischer Sorten und Arten“.

Der VERN e.V. übernimmt innerhalb dieses Förderprogramms die Funktion der Beratung und Betreuung für die am Programm beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe. Im März 2018 begann das von der ILB geförderte „MSL-Projekt“, welches durch den VERN e.V. betreut wird. Das Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines Konzeptes, welches eine stabile und dauerhafte Erhaltung der regional angebauten Getreidearten, wie den „Champagnerroggen“ oder den „Pommerschen Dickkopf“, sichert. Die Sicherung des Genmaterials soll in einer „On-Farm“-Basis stattfinden, bei der das Getreide auf den Betrieben vermehrt wird. In diesem Rahmen finden Betriebsbesuche und Interviews mit den Projektpartnerbetrieben und verarbeitenden Betrieben statt, um daraus Anregungen für die nächste Förderperiode zu gewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Vernetzung zwischen den Landwirten und den verarbeitenden Betrieben, wie Saatgutaufbereiter, Mühlen, Bäckereien und Brennereien.

Kontakt: Gesche Kamprad (wissenschaftliche Projektleiterin)
E-Mail: Gesche.Kamprad@hnee.de, Mobil: 0176 4398909

gefördert durch: www.eler.brandenburg.de
Dieses Vorhaben wird gefördert durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014 bis 2020 Maßnahme M16 (Zusammenarbeit zur Implementierung ressourcenschonender Landnutzungsmethoden und Anbauverfahren sowie einer nachhaltigen Betriebsführung). Die Zuwendung dieses Vorhabens setzt sich aus ELER — Bundes- und Landesmitteln zusammen. Betreut wird das Projekt durch den Projektträger ILB.


Projekt „Züchterische Erschließung und Nutzbarmachung von pflanzengenetischen Ressourcen durch on-farm / in-situ Erhaltung und Positionierung von Produkten im Bio-Lebensmitteleinzelhandel“ (ZenPGR)

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, alte, nicht mehr auf dem europäischen Saatgutmarkt verfügbare Gemüsesorten wieder zurück in den Produktionsprozess zu holen und für züchterische Zwecke nutzbar zu machen. Wir konzentrieren uns dabei auf pflanzengenetische Ressourcen (PGR), die nach dem Saatgutverkehrsgesetz aktuell nicht zugelassen, aber in historischen Quellen dokumentiert sind.

Ein wichtiges Element im Projekt ist der Anbau und die Vermehrung geeigneter alter Sorten auf gärtnerischen Betrieben in der Region. Das 2016 gegründete SaatGut-Erhalter-Netzwerk Ost wird gemeinsam mit dem VERN die erhaltungszüchterische Arbeit an ausgewählten Arten und Sorten fortführen – beispielsweise an dem Sommerwirsing „Zarter Gelber Butter“, der Erbse ‘Riesen Säbel‘ und der Roten Bete ‘Marner Halanga‘. Außerdem prüfen regionale Anbaubetriebe unter ihren üblichen Praxisbedingungen die Anbau- und Vermarktungseignung ausgewählter alter Sorten. Hofladen- Marktbesucher oder Solawi-Mitglieder werden schon in diesem Jahr wieder einige alte Sorten verkosten können.

Wissenschaftlich wird die Vermarktung der alten Sorten von Seiten der HNEE betreut, die ein Kommunikationskonzept dazu erarbeiten wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Erweiterung des Kulturartenspektrums auf Basis des züchterischen Handlungsbedarfes. Dafür arbeiten wir im Projekt eng mit dem ökologischen Züchtungsverein Kultursaat e.V. zusammen.

Die Sortenauswahl für das Netzwerk erfolgt auf Basis historischer Quellen und europaweit verfügbarer Genbank-Bestände. An der Humboldt-Universität wird dazu die Datengrundlage „Historisch genutztes Gemüse“ systematisch ausgewertet.

Sie haben Interesse an unserem Projekt?

Das on-farm Netzwerk ist offen für weitere engagierte Betriebe, die Interesse am Anbau oder an der Saatgutvermehrung von alten Sorten haben.
Im Rahmen des Projekts können die Teilnehmer*innen an Fortbildungs-Workshops und Feldtagen teilnehmen. Ansprechpartnerin ist Alexandra Becker.

Die HNEE sucht im Rahmen des Projektes Teilnehmer*innen für eine Gruppendiskussion. Ansprechpartnerin ist Josephine Lauterbach. Alle Informationen dazu finden Sie hier
 

Ansprechpartnerin

Alexandra Becker

email: alexandra.becker@vern.de
tel. 033 34/ 851 02
 

Projektpartner

Humboldt-Universität zu Berlin

Annika Grabau
email: annika.grabau@hu-berlin.de

Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)

Josephine Lauterbach
email: josephine.lauterbach@hnee.de


Projekt „Kleingärtner als Erhalter der Nutzpflanzenvielfalt“

Welcher Kleingärtner kennt eigentlich den Berliner Aal, die Bautzener Kastengurke oder den braunen und gelben Trotzkopf? Diese alten Gurken- und Salatsorten haben nicht nur tolle Namen, sie sind auch in ihrer Farb-, Formen- und Geschmacksvielfalt eine große Bereicherung

Der VERN möchte mit dem Projekt „Kleingärtner als Erhalter der Nutzpflanzenvielfalt“, gefördert durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) Kleingärtner für den Anbau alter Sorten begeistern. Dabei werden Bildungsmaterialien und Workshops für Kleingärtner in Brandenburg entwickelt, um ihnen die Bedeutung und vielen Vorteile alter Sorten zu zeigen. In den Workshops geht es auch um Saatgutgewinnung zu Hause und es wird erklärt, warum Tomaten und Salate besser geeignet sind für eigenes Saatgut, als Rote Bete und Mangold. Bei Saatguttauschbörsen sollen sich interessierte Gärtner vernetzen. Gerade der Anbau im Kleingarten ist für alte Sorten prädestiniert, da hier die üblichen Kriterien langer Haltbarkeit für Transport und Lagerung wegfallen und aus der Fülle an Geschmäckern und Farben individuell genau die Lieblingssorte ausgewählt werden kann.
Die Veranstaltungstermine werden hier und über @alte.sorten bekannt gegeben.

Ansprechpartnerin:

Wanda Born (Projektleitung am VERN)
Email: kleingaerten@vern.de
 

Tagungsband zur Fachtagung "Von Äpfeln bis Pomeranzen - sammeln, bewahren, nutzen" erschienen

20 Jahre Streuobstprojekt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft – KERNGEHÄUSE e.V. richtete dazu eine bundesweite Fachtagung mit dem LUGV Brandenburg, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. aus.

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelanschaft nehmen Obstanbau und Streuobstkultur und damit verbundene Artenschutzvorhaben und Naturschutzprojekte seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Platz ein. Das reicht vom Aufbau des Pomologischen Schaugartens in Döllingen über die Wiederbelebung der Streuobst- und Baumobstkultur in der Niederlausitz bis zu den damit verbundenen vielfältigen Aktivitäten der Vermarktung, Öffentlichkeitsarbeit und Erhaltung alter Obstsorten und -arten.

Dazu fand vom 27.9. bis 29.9.14 eine Fachtagung mit verschiedenen Beiträgen zur Erhaltung des Natur- und Kulturerbes von Obstgehölzen statt. Den Tagungsband zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.


 

Projekt "Ansatzpunkte für den Anbau von Gemüsekulturen in Topf und Kübel"

Der VERN e.V. ist seit einigen Jahren Partnerbetrieb des Studienganges Ökolandbau und Vermarktung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde.
In den letzten Jahren wurden verschiedene Fragestellungen im Rahmen des Projektes Studienpartner Ökobetrieb durch Studentengruppen bearbeitet.
Im letzten Jahr war das Thema: "Ansatzpunkte für den Anbau von Gemüsekulturen in Topf und Kübel". Ein Bestandteil der Arbeit umfasste die Erstellung von Steckbriefen zu verschiedenen Themen wie Wasserversorgung, Düngung und Substrat, sowie die Erstellung von Kulturanleitungen von Tomaten, Erbsen, Salat und anderen Kulturen.
Diese Steckbriefe und Kulturanleitungen wollen wir nun Interessierten zur Verfügung stellen.
Für den vollständigen Beitrag klicken Sie hier.

In unserem Compendium befindet sich seit einigen Jahren die Seite "... die hängenden Gärten der Semiramis". Auf dieser Seite weisen wir auf besondere balkonfähige Sorten hin.


Unsere Kooperationspartner


BIO COMPANY

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Die BIO COMPANY unterstützt die Arbeit des VERN e.V. seit 2011 mit einem jährlichen finanziellen Beitrag. Zum Jahresanfang 2014 konnte dieser erhöht werden, so fließen 4 Cent pro verkaufter Papiertüte in Projekte des VERN e.V. Der Erlös kommt der Erhaltungsarbeit des VERN e.V. als auch der Informationsarbeit und Bildung zu Gute.


Gemeinsames Anliegen ist es, das Wissen um die Bedeutung und den Wert der Kulturpflanzenvielfalt zu verbreiten und für das Thema Kulturpflanzenvielfalt zu sensibilisieren. So gibt der VERN e.V. inzwischen regelmäßig im Kundenmagazin der BIO COMPANY Einblick in seine Arbeit und informiert über in Vergessenheit geratene Raritäten und wie diese erhalten werden.


Beide Partner streben an, mittelfristig mehr Sortenvielfalt im Handelssortiment zu etablieren und so langfristig durch Nutzung zu erhalten.


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 Landesgartenschau Prenzlau 2013 und VERN e.V. kooperieren miteinander

Am 30.09.2011 wurde im Schaugarten in Greiffenberg eine Kooperationsvereinbarung zwischen der LaGa Prenzlau 2013 gGmbH und dem VERN e.V. unterzeichnet.

Hier finden Sie weitere Mitteilungen.


 

Wiedereinführung alter Salatsorten in die regionale Vermarktung

Der VERN und die Berliner Humboldt-Universität haben in einem gemeinsamen Modell-Projekt von 2007 bis 2008 die On farm Erhaltung von alten Salatsorten (Lactuca sativa) erprobt.


 

Die Vielfalt alter Salatsorten – eine Dokumentation

Die Broschüre enthält Sortenbeschreibungen mit Angaben zu Anbauzeiträumen und ist damit praktische Anregung und Entscheidungshilfe für den Anbau von alten Salatsorten.


 

Ist Solanum scabrum (Garden Huckleberry) zur Gewinnung von Lebensmittelfarbe geeignet? Anbauversuch mit acht Herkünften (pdf-Format)

Posterbeitrag auf der 43. Gartenbauwisssenschaftlichen Tagung in Potsdam 2006


 

Erhalten durch Aufessen - Agrobiodiversität als Wirtschaftsfaktor

wird im Rahmen der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" als vorbildliches Projekt ausgezeichnet


 

Bericht zum Bäckerworkshop (pdf-Format)

Verarbeitung seltener Getreidesorten zu Backspezialitäten


 

On-farm-Erhaltung genetischer Ressourcen von Getreide und Ölpflanzen Beispiele, Methoden, Ergebnisse (pdf-Format)

Tagung vom 04. bis 05. November 2004


 

Stephanie Klaus: Charakterisisierung älterer Zuchtsorten und Landrassen von Triticum aestivum (pdf-Format)

Diplomarbeit, Fachhochschule Neubrandenburg, Fachbereich Agrarwirtschaft und Landschaftsarchitektur


 

Abschlussbericht zum EU - Projekt RESGEN - CT95 - 34/45 (pdf-Format)

Genetische Ressourcen bei Kartoffeln einschließlich Erhaltung, Beschreibung und Nutzung von alten Kartoffelsorten für den ökologischen Anbau in Europa


 

Abschlussbericht zum FNR-Projekt FKZ 98NR113 (pdf-Format)

Untersuchungen zur Farbstoffextraktion aus Kulturkartoffelstämmen (Solanum tuberosum - Genpool) und Prüfung einer wirtschaftlichen Nutzbarmachung darin enthaltener Farbpigmente für eine Non-Food-Verwertung
abs-kart


 

Frisches Brot aus alten Sorten

Erhaltung von Nutzpflanzensorten durch Anbau und regionale Verarbeitung
Dickkopfweizen und Norddeutscher Champagnerroggen

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